Statt dessen haben wir uns ein Herz gefasst und nutzen die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen, um neu zu starten. Neu ist praktisch das Credo der Zeit: Neues Logo, neues Glück! Also, willkommen in 2011- Stilgeflüster ist wieder da! Gewohnt kritisch, gewohnt ehrlich und gewohnt gut. Irgendwie bleibt also doch alles beim Alten...
Samstag, 16. April 2011
Neues Logo, neues Glück
Ja, ihr Lieben. Um uns ist es still geworden in den letzten Monaten. Das Leben hat uns eingeholt, der idealistische Wunsch, jeden Tag einen Eintrag auf Stilgeflüster zu posten, hat sich ganz schnell als Seifenblase entpuppt. Die Jeden Monat- Blase platzte leider auch viel zu schnell. Fast schon hätten wir aufgegeben, im Kampf um die Lust am Schreiben, die Leidenschaft am Gestalten und um den Spaß, den so ein Blog doch macht... fast. Aber wirklich nur fast.
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Kultureller Schnickschnack
Mittwoch, 13. April 2011
Frühlingserwachen
Er ist's
Frühling läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike
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Freitag, 7. Januar 2011
Emmanuelle ist die neue Carine
Wir waren geschockt als vor wenigen Wochen die Nachricht wie aus dem Nichts kam: Carine Roitfeld verlässt Vogue Paris! Unvorstellbar gerade für die jungen Modeverliebten, die sich fragten: Gab es überhaupt eine französische Vogue vor Carine Roitfeld?
Ein Raunen ging durch die Mode- und Bloggerwelt. Dann folgten die Spekulationen. Warum geht sie? Hat sie gekündigt oder wurde sie sogar gefeuert? Doch vor allem drängte sich die Frage auf: WER WIRD/SOLL/KANN SIE ERSETZEN?
Heute wurde die Antwort auf diese Frage verkündet. Emmanuelle Alt wird die neue Chefredakteurin der Vogue Paris.
Emmanuelle Alt: Seit zehn Jahren als Modechefin des Magazins tätig, Stylistin für Balanciaga und Liebling der Streetstyle-Fotografen - ihr Platz im Chefsessel ist eigentlich eine logische Konsequenz. Mit Spannung dürfen wir nun die erste Ausgabe unter ihrer Leitung erwarten, die sofort mit kritischen Augen unter die Lupe genommen wird.
Hier ein kleiner Rücklick auf ihre Editorials für die Vogue Paris und damit auch ein Ausblick auf die Zukunft des Magazins:
Bilder via models.com
Mittwoch, 5. Januar 2011
Der New Yorker an sich...
...ist gefühlt zwischen 18 und maximal 38 Jahren alt, läuft immer bei Rot über die Ampel, benutzt zum Kochen kein Salz oder andere Gewürze (aber Kochen ist ja eh Oldschool), geht morgens zum Yoga und abends zum Psychologen, nennt seinen Präsidenten liebevoll Bam, guckt jeden Sonntag Football, guckt jeden Montag Football, guckt jeden anderen Tag in der Woche Football, heizt noch mit Dampf (hurray, willkommen im 19. Jahrhundert), is(s)t entweder im Fitnesswahn oder äußerst ungesund, so oder so zählt er aber immer brav Kalorien (gezwungenermaßen, weil sie ja gleich neben dem Preis stehen), begrüßt dich anstelle von „hi“ oder „hey“ mit „how are u doing“, trägt auf dem Weg zum Office mörderische High-Heels oder feine Brogues, zieht die mörderischen High-Heels oder die feinen Brogues im Büro sofort aus und tapst auf Socken durch die Gegend (gesehen in einer Guerilla-Marketing-Agentur, die nicht näher erwähnt werden möchte), trinkt pro Tag mindestens 3 Starbucks Vanilla Latte mit Non-fat Milk und einem Extra Shot Espresso, hat für nichts wirklich Zeit und ist immer „to Go“, kennt Supermärkte nur von außen, Restaurants, Bars und Coffee-Shops aber umso besser von innen, hat niemals Bargeld, trinkt Wasser nur aus Britta-Filtern, braucht keine Mülltonnen (wozu auch, wenn es Bürgersteige gibt, auf denen man schwarze Plastikkunstwerke türmen kann), kennt Kaninchen wahlweise aus dem Fernsehen oder aus dem Zoo (Squirrels sind die unangefochtenen, städtischen Haustiere), bekommt beim Einkaufen immer gleich 2 Tüten (Umweltschutz – who cares?!), identifiziert andere New Yorker an ihrer Aussprache der ‚Houston Street‘, schaut niemals, niemals, nie zu den Skyscrapern hinauf (TOURI!!!), steht auf überdimensionale Comic-Luftballons zu Thanksgiving und mit Konfetti-gefüllte Bälle zu Silvester – allerdings aus sicherer Fernseh-Distanz, hat an Silvester jedoch noch nie eine Rakete gezündet und auch nur spärlich angestoßen (die Partybremsen: Alkohol und Raketen Verbot auf den Straßen NYCs), feiert selten länger als 4am (The City that never sleeps – except from 4am-6am, Gesetz ist Gesetz), ist umzingelt von Duane Reade, McDonald’s und Starbucks, trinkt fluoriszierende Vitamin-Shakes aus den ebenso beliebten Vitamin-Shops (wer braucht denn Oma’s Äpfel?), weiß nicht, ob es oberhalb des Central Parks noch Zivilisation gibt, freut sich nun auch endlich über digitale Anzeigetafeln in der Subway ( hurray, willkommen im 21. Jahrhundert), versucht genau in diesem Moment ein Taxi zu bekommen…
Eines steht aber jetzt schon fest: Die Stadt ist (ein) Extrem! Um nicht zu sagen DAS Extrem. Die Stadt verändert dich, aber du auch die Stadt. Und das Tag für Tag, stündlich, minütlich.
Und das Ende vom Lied?
Wir kommen wieder. Definitiv.
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Donnerstag, 16. Dezember 2010
The Voice
Tuesday, 12/14/10, Irving Plaza, New York: In eisiger Kälte wartet eine kleine Schar kurioser Gestalten vor der großen Holztür, nur ein paar Straßen vom Union Square entfernt. Gemurmel, Geknirsche, Gebibber. Das Ziel ist klar: REIN! Einfach nur rein! Denn was hinter der schweren Tür auf die Meute wartet, ist heiß begehrt. Ticketpreise lagen schon vor Wochen weit über $100 - Preise, die sonst nur U2 oder Coldplay einspielen. Und der Hype hat gerade erst angefangen…
Entschuldigt die amerikanische Übertriebenheit, aber anders konnten wir es einfach nicht ausdrücken. Die Rede ist von dem nostalgischen Rotschopf, die mit ihrer kleinen, feinen Band bestehend aus Keyboarderin, Drummer, E-Gitarrist, Bassist und dem Mann an der Harfe die Musikwelt beglückt: Florence Welch, besser bekannt unter dem Namen Florence and the Machine. Durch Zufall haben auch wir eines der begehrten Tickets ergattert – zum Schnäppchenpreis von nur $45 – und uns unter die bunte Menge gemischt. Und mit bunt meinen wir wirklich bunt: Von jung bis alt, von ein bisschen schwul bis sehr schwul, vom Mädchen mit Flechtfrisur und Schmetterling-Tattoo bis hin zum Skater im Billabong-Pulli. Alle wollten sie sehen. Sie, das elfengleiche Etwas, das in einem Traum aus rosé-farbenen Chiffon auf die Bühne flatterte, passend zum antiken Vogelkäfig-Setting. Doch Sehen ist das Eine. Vor allem wollten wir sie hören. Denn egal wie gut uns Dekor und Kleid gefiel, wirklich phänomenal ist ihre Stimme. Gänsehaut war gestern, Porenexplosion trifft es da schon eher. Selten, um nicht zu sagen, noch nie zuvor haben wir etwas so kraftvolles und irisierendes zugleich gehört. Und das ganz ohne Playback. Man kann über sie streiten: über ihre eingeprobten Choreografien, über ihr mädchenhaftes Kokettieren, ihren mystisch, abwesenden Blick. Darüber, dass ihr Konzert gerade mal 90 Minuten dauerte oder dass ihre Keyboarderin aussieht wie Lady Gaga. Über all das, nicht aber über ihre Stimme. Die ist unantastbar. Kurz: Phänomenal.
Uns haben neben dem wohl bekanntesten Song „You got the love“ am besten ihre zwei ersten Debütsingles „Kiss with a fist“ und „Dog Days are over“ gefallen. "British Pop and Rock" at its best, so beschreibt die New York Times ihren Stil. Wir tendieren eher zu einer Mischung aus MGMT trifft auf finnische Elfe mit einer Prise Fifties Flair. In jedem Fall jedoch herrlich, wunderbare Musik.
Wer wie wir nicht genug davon bekommen kann:
Live vom Irving Plaza: Dog Days are over
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| Leider nicht die besagte Chiffon Kreation von gestern Abend, trotzdem aber märchenhaft schön. Bild via nytimes.com |
Tuesday, 12/14/10, Irving Plaza, New York: In eisiger Kälte wartet eine kleine Schar kurioser Gestalten vor der großen Holztür, nur ein paar Straßen vom Union Square entfernt. Gemurmel, Geknirsche, Gebibber. Das Ziel ist klar: REIN! Einfach nur rein! Denn was hinter der schweren Tür auf die Meute wartet, ist heiß begehrt. Ticketpreise lagen schon vor Wochen weit über $100 - Preise, die sonst nur U2 oder Coldplay einspielen. Und der Hype hat gerade erst angefangen…
Entschuldigt die amerikanische Übertriebenheit, aber anders konnten wir es einfach nicht ausdrücken. Die Rede ist von dem nostalgischen Rotschopf, die mit ihrer kleinen, feinen Band bestehend aus Keyboarderin, Drummer, E-Gitarrist, Bassist und dem Mann an der Harfe die Musikwelt beglückt: Florence Welch, besser bekannt unter dem Namen Florence and the Machine. Durch Zufall haben auch wir eines der begehrten Tickets ergattert – zum Schnäppchenpreis von nur $45 – und uns unter die bunte Menge gemischt. Und mit bunt meinen wir wirklich bunt: Von jung bis alt, von ein bisschen schwul bis sehr schwul, vom Mädchen mit Flechtfrisur und Schmetterling-Tattoo bis hin zum Skater im Billabong-Pulli. Alle wollten sie sehen. Sie, das elfengleiche Etwas, das in einem Traum aus rosé-farbenen Chiffon auf die Bühne flatterte, passend zum antiken Vogelkäfig-Setting. Doch Sehen ist das Eine. Vor allem wollten wir sie hören. Denn egal wie gut uns Dekor und Kleid gefiel, wirklich phänomenal ist ihre Stimme. Gänsehaut war gestern, Porenexplosion trifft es da schon eher. Selten, um nicht zu sagen, noch nie zuvor haben wir etwas so kraftvolles und irisierendes zugleich gehört. Und das ganz ohne Playback. Man kann über sie streiten: über ihre eingeprobten Choreografien, über ihr mädchenhaftes Kokettieren, ihren mystisch, abwesenden Blick. Darüber, dass ihr Konzert gerade mal 90 Minuten dauerte oder dass ihre Keyboarderin aussieht wie Lady Gaga. Über all das, nicht aber über ihre Stimme. Die ist unantastbar. Kurz: Phänomenal.
Uns haben neben dem wohl bekanntesten Song „You got the love“ am besten ihre zwei ersten Debütsingles „Kiss with a fist“ und „Dog Days are over“ gefallen. "British Pop and Rock" at its best, so beschreibt die New York Times ihren Stil. Wir tendieren eher zu einer Mischung aus MGMT trifft auf finnische Elfe mit einer Prise Fifties Flair. In jedem Fall jedoch herrlich, wunderbare Musik.
Wer wie wir nicht genug davon bekommen kann:
Live vom Irving Plaza: Dog Days are over
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Mittwoch, 15. September 2010
Sommerpause ade!
Ja, er war da. Der Sommer. Gefühlte 2,5 Tage. Aber immerhin. Er war da. Und wir haben ihn für eine kurze Sommerpause genutzt. Doch jetzt sind wir wieder da. Mit Neuigkeiten, die uns den Sommer in Zukunft etwas verlängern könnten. Zumindest symbolisch gesehen:
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| Bild via myspace.com |
Das kalifornische Surflabel Hollister eröffnet noch in diesem Herbst einen Shop im Centro Oberhausen. Nach dem ersten Store in Frankfurt und einem weiteren im Hamburger Elbe Einkaufszentrum ist nun Oberhausen der dritte,deutsche Standort der Tochterfirma von Abercrombie&Fitch - der unangefochtenen Lieblingsmarke aller Amerika-Reisenden. Denn so kann auch bald der größte Hinterwäldler mit stolz geschwellter Brust einen sündhaft teuren College-Pulli mit protzigem Logoprint zur Schau tragen. Früher ein klares Statement für eine Reise über den großen Teich, heute nur eine Frage von Bahncard oder Auto.
Und woher wir das wissen? Man hat uns doch tatsächlich mitten auf der Kö zu „rekrutieren“ versucht. In brüchigem Deutsch mit amerikanischem Akzent. Und – natürlich - im Surferlook mit luftigen FlipFlops bei ca. 12°C. Warum? Damit wir im knallroten Baywatch-Bikini (oder wahlweise oben ohne in roter Badeshorts) mit weiß beschmierter Sonnencreme-Nase vor dem Laden stehen und uns von einer Horde Teenies angaffen lassen? Nein, danke.
Wer sich von der Stellenbeschreibung angesprochen fühlt: Di, Fr und Sa sind die offiziellen Castings.
Wer sich von der Stellenbeschreibung angesprochen fühlt: Di, Fr und Sa sind die offiziellen Castings.
Dienstag, 29. Juni 2010
Die Photoshop-Generation
Eigentlich wissen wir es ja alle. Eigentlich sind wir ja aufgeklärt. Eigentlich ist es kein Geheimnis mehr, dass heutzutage jede Falte, jede Unreinheit und jede Delle wegretuschiert wird. Eigentlich.
Und doch schaffen wir es immer wieder, der vorgegaukelten, schönen Photoshop-Welt zu verfallen. Wir bestaunen die porenfreie Haut der Models, die glänzenden, gesunden Haare, die perfekt geschwungenen Wimpern, die zarte Sommerbräune und die straffen Kurven (selbst bei den molligen Darstellerinnen in der Dove-Werbung). Schlechte Laune, Neid und vor allem Selbstzweifel sind die Folge.
Umso schöner, wenn dann doch mal die Wahrheit ans Licht kommt. Wir haben keine Ahnung wie bryanboy es geschafft hat (und eigentlich wollen wir es auch gar nicht wissen), aber seine Fotos von der unretuschierten Madonna aus der aktuellen Louis Vuitton Kampagne sind wahrlich ein kleiner Aufdeckungs-Skandal. Für ihre 50+ sieht sie ohne Frage immer noch fantastisch aus – aber eben nicht perfekt! Kleine Fältchen, ein leichter Glanz auf dem Gesicht und Poren, die man endlich sehen kann! Wie herrlich!

Voilá,einmal Photoshop und zack sieht das ganze gleich so aus!
Bilder via bryanboy.com
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