Sie heißt Tavi, ist 14 Jahre alt und sitzt neben Anna Wintour in der ersten Reihe der Fashion Shows: Tavi Gevinson, die jüngste Modebloggerin der Welt. In der Branche ist ihr Blog Style Rookie (früher: thenewgirlintown) mittlerweile zum Wegweiser avanciert, während die zierliche Amerikanerin selbst als der neue „Messias“ – ein Dank an ZEIT online – gefeiert wird und bereits per Du mit Designgrößen wie Yohji Yamamoto, den Rodarte Schwestern oder eben Ms Wintour persönlich ist. Uns ist sie erst neulich in der französischen Vogue aufgefallen, doch leider nicht gerade positiv...
GOTT, sie ist erst 14! Es ist schlichtweg skurril, wenn nun schon Kinder anfangen zu bloggen und noch dazu über ein Thema wie Mode. Wo bleibt denn da noch Zeit für den ersten Zungenkuss, pubertäre Streitigkeiten, Pony-, Pickel- und Periodenerfahrung oder gerade auch für hemmungslose Modesünden (über die man ein Jahr später lacht und die man 5 Jahre später wieder aus dem Schrank kramt.)?!
Tavis modische Leidenschaft in allen Ehren, doch ernst nehmen kann man diesen kindlichen Klamauk nicht. Die Grenzen zwischen Tragik und Trallala sind fließend. Wir hätten es nicht besser formulieren können, als es ZEIT Online getan hat: Auch Anna Wintour könnte vermutlich nicht sagen, ob sie von Tavi einfach nur verarscht oder angehimmelt wird.
Also Kinder, falls ihr das hier lest: Genießt eure unbeschwerte Zeit (ja, es tut weh!), tut nichts, was wir nicht auch getan haben, und denkt dran:
Über Mode könnt ihr immer noch mit 21 schreiben…
Noch mehr Stilgefühl à la Tavi findet ihr hier
Bild via stylerookie.com
Montag, 19. April 2010
Dienstag, 9. März 2010
Fräulein reloaded!
Hätten wir das doch bloß vorher gewusst: Gestern war Weltfrauentag!
Um genau zu sein ist eigentlich jedes Jahr am 8. März Weltfrauentag!
Ein Tag, den wir im Stretch Mini auf High Heels, mit jeder Menge Jules Mumm Rose und den gesamten 6 Staffeln von Sex and the City hätten feiern sollen. Theoretisch. Doch unser Leben ist kein Klischee - Gott sei Dank - und deshalb saßen die meisten von uns wohl genauso am Schreibtisch oder in Joggingpeitsche auf der heimischen Couch wie jeden Tag auch.
Trotzdem merkt man an allen Ecken, dass eine kleine, aber feine feminine Welle über die Welt rollt. Nicht zu letzt dank Kathryn Bigelow, Ex-Frau von Regisseur James Cameron und Liz Hurley- Look-a-like, die als erste Frau den Oscar „Beste Regie“ für ihren Film The Hurt Locker: Tödliches Kommando erhielt. Schon seit längerem führt Angela Merkel die Forbes-Liste der einflussreichsten Frauen weltweit an und selbst Präsidenten-Gattin Michelle Obama schaffte es in der Auswertung 2009 erstmals auf Rang 40. Doch auch die Moderedaktionen sind auf die neue Frauenpower (eigentlich ein schreckliches Wort!) aufmerksam geworden: Die aktuelle März-Ausgabe der britischen Vogue zeigt in ihrem Feature Power and Glamour, dass Frauen in wichtigen Ämtern immer mehr an Bedeutung gewinnen und sich nun endlich vom alt angestaubten Image der eiskalten Businesswoman trennen. Kein übermäßiger Feminismus à la Alice Schwarzer (die den Weltfrauentag im Übrigen am liebsten abschaffen würde), sondern ein gesunde Prise femininen Selbstbewusstseins.
Bilder via faz.net und fashionindie.com
Um genau zu sein ist eigentlich jedes Jahr am 8. März Weltfrauentag!
Ein Tag, den wir im Stretch Mini auf High Heels, mit jeder Menge Jules Mumm Rose und den gesamten 6 Staffeln von Sex and the City hätten feiern sollen. Theoretisch. Doch unser Leben ist kein Klischee - Gott sei Dank - und deshalb saßen die meisten von uns wohl genauso am Schreibtisch oder in Joggingpeitsche auf der heimischen Couch wie jeden Tag auch.
Trotzdem merkt man an allen Ecken, dass eine kleine, aber feine feminine Welle über die Welt rollt. Nicht zu letzt dank Kathryn Bigelow, Ex-Frau von Regisseur James Cameron und Liz Hurley- Look-a-like, die als erste Frau den Oscar „Beste Regie“ für ihren Film The Hurt Locker: Tödliches Kommando erhielt. Schon seit längerem führt Angela Merkel die Forbes-Liste der einflussreichsten Frauen weltweit an und selbst Präsidenten-Gattin Michelle Obama schaffte es in der Auswertung 2009 erstmals auf Rang 40. Doch auch die Moderedaktionen sind auf die neue Frauenpower (eigentlich ein schreckliches Wort!) aufmerksam geworden: Die aktuelle März-Ausgabe der britischen Vogue zeigt in ihrem Feature Power and Glamour, dass Frauen in wichtigen Ämtern immer mehr an Bedeutung gewinnen und sich nun endlich vom alt angestaubten Image der eiskalten Businesswoman trennen. Kein übermäßiger Feminismus à la Alice Schwarzer (die den Weltfrauentag im Übrigen am liebsten abschaffen würde), sondern ein gesunde Prise femininen Selbstbewusstseins.
Darauf jetzt aber doch ein Glas Sekt!
Bilder via faz.net und fashionindie.com
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Kultureller Schnickschnack
Dienstag, 2. März 2010
ALTER SCHWEDE!
Die Schweden haben es einfach drauf: Gute Luft, freundliche Menschen, interessante Städte, stilvolle Mode und puristisch-gemütliches Design. Da wundert es auch kaum, dass unser Lieblings-Import IKEA mal wieder einen Preis abräumt: Den diesjährigen Merkur Award des Wirtschaftsmagazins Der Handel in der Kategorie Radio!
Radio? R-A-D-I-O ?
Gut, also an die Spots können auch wir uns beim besten Willen nicht erinnern ( vielleicht war's was mit "Knut" oder dem "Midsommarfest"?!). Vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir überwiegend in ominöse, viereckige Kasten reinstarren und uns dabei die eigene Playlist hoch und heilig ist...
Weitere Preisträger sind übrigens die Versandhauskette Otto und der Tiernahrungsexperte Fressnapf in der Kategorie kreative Handelswerbung. Der Bekleidungsriese C&A erhält für seine relevante und langfristig konsistente Werbestrategie sogar einen Sonderpreis.
Hätte den Ehren-Preis für einen 1 A Werbesolgan verdient: Das Cover des ersten, in Deutschland verteilten IKEA Katalogs.
Bild via ikea.com
A propos Schweden: Das der 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegründete Möbelriese heute zu der niederländischen Stiftung Stichting INGKA Foundation gehört, weiß allerdings kaum jemand.
Man darf sich trotzdem weiterhin so richtig schön schwedisch fühlen - neben dem Billy-Regal, auf dem Ektorp-Sofa mit einer großen Portion Köttbullar und dem fortwährenden Traum vom Småland.
Radio? R-A-D-I-O ?
Gut, also an die Spots können auch wir uns beim besten Willen nicht erinnern ( vielleicht war's was mit "Knut" oder dem "Midsommarfest"?!). Vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir überwiegend in ominöse, viereckige Kasten reinstarren und uns dabei die eigene Playlist hoch und heilig ist...
Weitere Preisträger sind übrigens die Versandhauskette Otto und der Tiernahrungsexperte Fressnapf in der Kategorie kreative Handelswerbung. Der Bekleidungsriese C&A erhält für seine relevante und langfristig konsistente Werbestrategie sogar einen Sonderpreis.
Hätte den Ehren-Preis für einen 1 A Werbesolgan verdient: Das Cover des ersten, in Deutschland verteilten IKEA Katalogs.
Bild via ikea.com
A propos Schweden: Das der 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegründete Möbelriese heute zu der niederländischen Stiftung Stichting INGKA Foundation gehört, weiß allerdings kaum jemand.
Man darf sich trotzdem weiterhin so richtig schön schwedisch fühlen - neben dem Billy-Regal, auf dem Ektorp-Sofa mit einer großen Portion Köttbullar und dem fortwährenden Traum vom Småland.
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Kultureller Schnickschnack
Dienstag, 23. Februar 2010
CUSTOMIZE by Monki
Der Do-it-yourself Trend ist ja seit den 70er immer mal wieder in Mode: Strickschals, Häkelmützchen, selbst genähte Taschen… Jüngst waren es Batik-Muster, die uns Hobby Designern Spaß bereiteten (noch spaßiger war allerdings die kommerzielle Version von American Apparel).
Die Krönung aller Customize-Produkte ist wohl aber die Destroyed Jeans. Jeder hat sie, jeder liebt sie, jeder will sie - und daher wird ihr nun einmal mehr Tribut gezollt:
Das schwedische Label Monki läd Denimfans und Do-it-yourself Begeisterte am Samstag, 27.02.2010, zu einem offenen Workshop ins Westwerk, Admiralitätstraße 74, in Hamburg ein. Zur Inspiration haben die verspielten Schweden 11 kreative Talente aus der Branche eingeladen:
Anna Bender / bloggerin
Anna Wegelin / modedesignstudentin
Britta Thie / model
Carina Vinck / grafikdesignerin
Caroline Loebbert / künstlerin
Julian Niznik / fotograf
Ksenia / blogger
Lara Natascha / bloggerin
Laura Dunkelmann / stylist
Sonja Erb / goldschmiedin
Verena Braun / comiczeichnerin
…wir haben das dumpfe Gefühl das zwei Namen fehlen.
Am Ende des Tages wandelt sich der Workshop dann in eine Vernissage - inklusive Vorstellung der neuen Monki Cool Jeans Kollektion- mit anschließender Party. Es gibt „bunte Bonbons“ und 90er Jahre Musik.
Noch Fragen ? Schnappt euch eure Lieblingsjeans und auf nach Hamburg!
ACHTUNG: Der Workshop ist frei für alle. Anmeldungen für die Party bis zum 26.02 auf monkiworld.com/cooljeansparty !
Bild via monkiworld.com/press
Die Krönung aller Customize-Produkte ist wohl aber die Destroyed Jeans. Jeder hat sie, jeder liebt sie, jeder will sie - und daher wird ihr nun einmal mehr Tribut gezollt:
Das schwedische Label Monki läd Denimfans und Do-it-yourself Begeisterte am Samstag, 27.02.2010, zu einem offenen Workshop ins Westwerk, Admiralitätstraße 74, in Hamburg ein. Zur Inspiration haben die verspielten Schweden 11 kreative Talente aus der Branche eingeladen:
Anna Bender / bloggerin
Anna Wegelin / modedesignstudentin
Britta Thie / model
Carina Vinck / grafikdesignerin
Caroline Loebbert / künstlerin
Julian Niznik / fotograf
Ksenia / blogger
Lara Natascha / bloggerin
Laura Dunkelmann / stylist
Sonja Erb / goldschmiedin
Verena Braun / comiczeichnerin
…wir haben das dumpfe Gefühl das zwei Namen fehlen.
Am Ende des Tages wandelt sich der Workshop dann in eine Vernissage - inklusive Vorstellung der neuen Monki Cool Jeans Kollektion- mit anschließender Party. Es gibt „bunte Bonbons“ und 90er Jahre Musik.
Noch Fragen ? Schnappt euch eure Lieblingsjeans und auf nach Hamburg!
ACHTUNG: Der Workshop ist frei für alle. Anmeldungen für die Party bis zum 26.02 auf monkiworld.com/cooljeansparty !
Bild via monkiworld.com/press
Mittwoch, 10. Februar 2010
PARIS, mon amour
Wer der Glückliche ist, dürft ihr selber herausfinden…
PS: Für alle die sich zufällig in Paris aufhalten: Morgen, 15 Uhr, WGSN Trendvortrag in Raum 305! Für alle anderen gibt es die Trends und Prognosen demnächst hier. Gut, dass es Stilgeflüster gibt, wa?
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Schneiderkünste,
Stilgefühl
Mittwoch, 3. Februar 2010
Monster Party
Wir kennen sie alle. Groß, luftig, aber vor allem eins: hässlich.
Die „ Chromosomen-Aufblas-Männchen“ (ein unverzichtbarer Neologismus). Sie zittern überall: An Fußballfeldern, bei den Olympischen Spielen oder an Party Events wie der Loveparade. Ja, sie nerven wirklich. Doch jetzt bekommen die Zappelmänner Konkurrenz: Der Streetart Künstler Joshua Allen Harris erschafft verrückte Kreaturen mit eben genau dem simplen Prinzip: Luft. Er befestigt zurechtgeschnittene Plastikteile an Londoner U-Bahn Schächten und sobald die Tube einfährt wird den schlaffen Helden Leben eingehaucht. Wieder und wieder. Dabei ergibt sich ein diffuses Spiel zwischen Kraft und Erschlaffung. Wahrlich brilliant!
Und deshalb der letzte Schrei im Februar.
Die Entstehung solcher luftigen Tiere und noch mehr genialen Plastik Monster findet ihr unter
http://www.youtube.com/watch?v=PH6xCT2aTSo
Bilder via nearlynamedelvis.files.wordpress.com
Die „ Chromosomen-Aufblas-Männchen“ (ein unverzichtbarer Neologismus). Sie zittern überall: An Fußballfeldern, bei den Olympischen Spielen oder an Party Events wie der Loveparade. Ja, sie nerven wirklich. Doch jetzt bekommen die Zappelmänner Konkurrenz: Der Streetart Künstler Joshua Allen Harris erschafft verrückte Kreaturen mit eben genau dem simplen Prinzip: Luft. Er befestigt zurechtgeschnittene Plastikteile an Londoner U-Bahn Schächten und sobald die Tube einfährt wird den schlaffen Helden Leben eingehaucht. Wieder und wieder. Dabei ergibt sich ein diffuses Spiel zwischen Kraft und Erschlaffung. Wahrlich brilliant!
Und deshalb der letzte Schrei im Februar.
Die Entstehung solcher luftigen Tiere und noch mehr genialen Plastik Monster findet ihr unter
http://www.youtube.com/watch?v=PH6xCT2aTSo
Bilder via nearlynamedelvis.files.wordpress.com
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Kultureller Schnickschnack
Montag, 1. Februar 2010
Jetzt mal Butter bei die Fische
Für alle, die lange Messenachberichte gähnend langweilig finden.
Unser persönliches Best-Off der Bread & Butter. Stark gekürzt und leserfreundlich.
KONZEPT
DIESEL lag mal wieder ganz weit vorn – nicht nur die neue Werbekampagne BE STUPID, eine Hommage an die Dummheit, ist ein Geniestreich. Nein, auch das Standkonzept ist einen Blick wert. Eben diese Aufforderung wurde messegerecht in riesigen, bunten Lettern vor dem DIESEL-Tempel inszeniert. Ein Hoch auf die Dummen dieser Welt! Adidas hingegen wollte eher mit seinen Reizen geizen und errichtete ein komplett weißes Schlauchlabyrinth um den eigenen Stand, das nur durch ein paar typisch blaue Logos aufgelockert wurde. Replay hatte mal wieder den Rollrasen ausgerollt, die Dsquared-Crew bereitete neben Cocktails auch passend zu den eisigen Temperaturen Glühwein und zu dem knallpinken Fornarina-Karussell mit Modepüppchen bleiben ja wohl keine Fragen mehr offen. Oder?!
GOODIE
Für semi-professionelle Messebesucher spielen die sogenannten Goodies eine ganz große Rolle. Wer die meisten Goodies mit sich trägt (Taschen, Tüten, Magazine, Shirts, Blöcke, Stifte, Schlüsselanhänger…), hat gewonnen. Oder so ähnlich.
Das beste Goodie der Bread & Butter 2010 war für uns die hellblaue Boss Orange Jute-Tasche, gespickt mit einem originalen Boss Orange Shirt mit Papageien-Print. Winterlich hingegen ging es bei Pepe Jeans London zu, die blaue Plüschohrenschützer verteilten. Zwar nicht ganz so schön, aber allemal wettertauglich.
STIL
Stilbarometer der Messe waren dieses Mal nicht die neuen Kollektionen der Aussteller, sondern vielmehr die Streetstyles, die das Publikum selbst zur Schau trug. Liebe Männer, in der nächsten Saison steht jedenfalls eins fest: Die Hose MUSS in die Stiefel. Muss. Muss. Muss. Das bei diesem Trend aber auch einiges schief gehen kann, ist uns allen klar. Deshalb: Nur mit robusten Bikerboots kombinieren, die locker, vielleicht sogar auch etwas zu locker, an der Wade sitzen. Denn: Die klassische Pellwurst gibt’s auch am Bein.
Für die Mädels hält sich irgendwie immer noch der Nerd-Chic, gepaart mit 80er Rockeinflüssen. Die Garderobe des Liebsten steht natürlich auch noch zur Verfügung. Weite Blazer, Boyfriendjeans und die übergroße Nerdbrille gaben bei den Mädels den Ton auf der Messe an.
PARTY
Neben der Opening Party der Bread & Butter gab es definitiv noch ein Highlight der Modewoche. Nein, nicht Diesel, Boss oder Adidas haben es mit ihren sicherlich ganz passablen Feiern auf unsere Liste geschafft. David gegen Goliath, unser Highlight: die WESC-Party.
Nur wer den Namen des Labels richtig aussprechen konnte, kam rein. Gut, auf der Gästeliste musste man auch stehen. Da wir beide Voraussetzungen erfüllten, war der Weg in Berlins wohl urigste Partylocation frei, schlicht und einfach: die Villa. Ein mehrstöckiges, altes Gebäude, das genauso gut für den nächsten Teil des Blair Witch Projects hätte dienen können. Gekoppelt mit 90er Jahre Hip Hop Klängen, entstand jedoch der typische Berliner Charme. Ob die Bretter nun knacken oder die Scharniere quietschen - Den Gästen war’s egal. Uns auch.
Unser persönliches Best-Off der Bread & Butter. Stark gekürzt und leserfreundlich.
KONZEPT
DIESEL lag mal wieder ganz weit vorn – nicht nur die neue Werbekampagne BE STUPID, eine Hommage an die Dummheit, ist ein Geniestreich. Nein, auch das Standkonzept ist einen Blick wert. Eben diese Aufforderung wurde messegerecht in riesigen, bunten Lettern vor dem DIESEL-Tempel inszeniert. Ein Hoch auf die Dummen dieser Welt! Adidas hingegen wollte eher mit seinen Reizen geizen und errichtete ein komplett weißes Schlauchlabyrinth um den eigenen Stand, das nur durch ein paar typisch blaue Logos aufgelockert wurde. Replay hatte mal wieder den Rollrasen ausgerollt, die Dsquared-Crew bereitete neben Cocktails auch passend zu den eisigen Temperaturen Glühwein und zu dem knallpinken Fornarina-Karussell mit Modepüppchen bleiben ja wohl keine Fragen mehr offen. Oder?!
GOODIE
Für semi-professionelle Messebesucher spielen die sogenannten Goodies eine ganz große Rolle. Wer die meisten Goodies mit sich trägt (Taschen, Tüten, Magazine, Shirts, Blöcke, Stifte, Schlüsselanhänger…), hat gewonnen. Oder so ähnlich.
Das beste Goodie der Bread & Butter 2010 war für uns die hellblaue Boss Orange Jute-Tasche, gespickt mit einem originalen Boss Orange Shirt mit Papageien-Print. Winterlich hingegen ging es bei Pepe Jeans London zu, die blaue Plüschohrenschützer verteilten. Zwar nicht ganz so schön, aber allemal wettertauglich.
STIL
Stilbarometer der Messe waren dieses Mal nicht die neuen Kollektionen der Aussteller, sondern vielmehr die Streetstyles, die das Publikum selbst zur Schau trug. Liebe Männer, in der nächsten Saison steht jedenfalls eins fest: Die Hose MUSS in die Stiefel. Muss. Muss. Muss. Das bei diesem Trend aber auch einiges schief gehen kann, ist uns allen klar. Deshalb: Nur mit robusten Bikerboots kombinieren, die locker, vielleicht sogar auch etwas zu locker, an der Wade sitzen. Denn: Die klassische Pellwurst gibt’s auch am Bein.
Für die Mädels hält sich irgendwie immer noch der Nerd-Chic, gepaart mit 80er Rockeinflüssen. Die Garderobe des Liebsten steht natürlich auch noch zur Verfügung. Weite Blazer, Boyfriendjeans und die übergroße Nerdbrille gaben bei den Mädels den Ton auf der Messe an.
PARTY
Neben der Opening Party der Bread & Butter gab es definitiv noch ein Highlight der Modewoche. Nein, nicht Diesel, Boss oder Adidas haben es mit ihren sicherlich ganz passablen Feiern auf unsere Liste geschafft. David gegen Goliath, unser Highlight: die WESC-Party.
Nur wer den Namen des Labels richtig aussprechen konnte, kam rein. Gut, auf der Gästeliste musste man auch stehen. Da wir beide Voraussetzungen erfüllten, war der Weg in Berlins wohl urigste Partylocation frei, schlicht und einfach: die Villa. Ein mehrstöckiges, altes Gebäude, das genauso gut für den nächsten Teil des Blair Witch Projects hätte dienen können. Gekoppelt mit 90er Jahre Hip Hop Klängen, entstand jedoch der typische Berliner Charme. Ob die Bretter nun knacken oder die Scharniere quietschen - Den Gästen war’s egal. Uns auch.
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