Donnerstag, 26. Mai 2011

Heißes Häschen



Diesen netten Niederländern haben wir es zu verdanken, dass Schokoladenhasen auch noch nach Ostern eine durchaus schicke Verwendung finden. Ihr Video Chocolate Bunny (siehe unten) brachte Lernert & Sander 2007 den Durchbruch in der internationalen Kreativszene und wurde mit Awards nur geradezu überhäuft. Zu Recht, wie wir finden. Denn dem Video mangelt es wirklich an nichts: subtile Überraschung, leiser Witz, moderne Handwerkskunst - und ein Fünkchen barockes Vergänglichkeitsdenken. Gepaart mit jeder Menge Design - und Ästhetikbewusstsein. Genau nach diesem Rezept haben sie auch ihren letzten Geniestreich zusamengemixt: Elektrotechnique zeigt diverse Haushaltsgegenstände, die auf erotische Art und Weise entfremdet werden und nach Lust und Laune ruckeln, blasen, reiten, saugen, schlagen... 
All das und noch mehr gibt es unter lernertandsander.com.

Wem wir diese charmante oder bei Bedarf auch rattenscharfe Wunderknaben-Entdeckung zu verdanken haben: Herrn T.L. aus D.! Merci! Und jetzt alle die ollen Osterhasen aus dem Schrank holen und ab dafür!



Bild via the99percent_com , Video via YouTube.com

Freitag, 29. April 2011

Küss mich, Kate!

Die Vogue Paris hat das Dilemma um die permanente "Royal Wedding"- Beschallung am Besten gelöst: das neue Cover ziert den Titel "Kiss me Kate!" mit einer bildschönen Kate. Das allerdings nicht Kate Middelton - Gattin von Prinz William in gut 2 Stunden - gemeint ist, sondern Modelikone Kate Moss, ist ein Geniestreich. Und ein besonders schöner gleich dazu.

Aber so ganz wollen wir uns dem Jahrhundert-Spektakel aber dann doch nicht verwehren: Seit 9 Uhr schallt die Live-Übertragung aus dem Fernseher, der Cappucchino steht frisch gebrüht auf dem Tisch und die neue Vogue liegt aufgeschlagen auf dem Sofa...


Bild via galvinnorton.files.wordpress.com


Samstag, 23. April 2011

Mimosa Manie

Gelb, gelb, gelb sind alle meine Kleider,
gelb, gelb, gelb ist alles was ich hab,
darum lieb ich alles, was so gelb ist,
weil mein Schatz die Frühlingssonne ist!

Gut, diese Strophe ist frei erfunden, aber sie trifft den Zeitgeist besser als die Farben aus der berühmten Kinderlied-Vorlage, grün, blau, weiß, schwarz oder bunt. Dieses Jahr ist der Frühling gelb - von Zitrone, Mango und Ananas über Goldgelb, Safran und Sand bis hin zur prominenten Königin der Gelbtöne: Mimosa. Sogar Chanel hat seine neuste Nagellack-Kreation nach dem Gewächs benannt und bereits 2009 kürte Pantone den Farbcode 14-0848 Mimosa zur Farbe des Jahres. Damals hätten wir uns mit dem kräftigen Gelb-Ton wahrscheinlich noch schwer getan, dieses Jahr sind wir dafür umso mehr fasziniert von Leuchtkraft und Stilgefühl der Gute-Laune-Farbe.

Also, ganz fix den gelben Bleistiftrock aus dem Schrank gekramt, die Drogeriemarkt-Version des Chanel-Lacks aufgetragen und schon ist das Oster-Outfit 2011 perfekt! Wer jetzt noch ein paar echte Mimosen pflückt, ist unser Held...

Wir wünschen euch allen frohe Ostern und ein paar entspannte Tage!
Mit lieben Menschen, Schokohasen, Kuchen, bunten - nein, vielleicht doch lieber gelben - Eiern, ganz viel Sonne und allem, was sonst noch so dazu gehört!





Bilder via vogue.fr, zarahome.com, vanilla.ch, aromanaturaloils.com und fontblog.de 

Samstag, 16. April 2011

Neues Logo, neues Glück

Ja, ihr Lieben. Um uns ist es still geworden in den letzten Monaten. Das Leben hat uns eingeholt, der idealistische Wunsch, jeden Tag einen Eintrag auf Stilgeflüster zu posten, hat sich ganz schnell als Seifenblase entpuppt. Die Jeden Monat- Blase platzte leider auch viel zu schnell. Fast schon hätten wir aufgegeben, im Kampf um die Lust am Schreiben, die Leidenschaft am Gestalten und um den Spaß, den so ein Blog doch macht... fast. Aber wirklich nur fast.

Statt dessen haben wir uns ein Herz gefasst und nutzen die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen, um neu zu starten. Neu ist praktisch das Credo der Zeit: Neues Logo, neues Glück! Also, willkommen in 2011- Stilgeflüster ist wieder da! Gewohnt kritisch, gewohnt ehrlich und gewohnt gut. Irgendwie bleibt also doch alles beim Alten...

Mittwoch, 13. April 2011

Frühlingserwachen


Er ist's
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike


Freitag, 7. Januar 2011

Emmanuelle ist die neue Carine



Wir waren geschockt als vor wenigen Wochen die Nachricht wie aus dem Nichts kam: Carine Roitfeld verlässt Vogue Paris! Unvorstellbar gerade für die jungen Modeverliebten, die sich fragten: Gab es überhaupt eine französische Vogue vor Carine Roitfeld?

Ein Raunen ging durch die Mode- und Bloggerwelt. Dann folgten die Spekulationen. Warum geht sie? Hat sie gekündigt oder wurde sie sogar gefeuert? Doch vor allem drängte sich die Frage auf: WER WIRD/SOLL/KANN SIE ERSETZEN?

Heute wurde die Antwort auf diese Frage verkündet. Emmanuelle Alt wird die neue Chefredakteurin der Vogue Paris.
Emmanuelle Alt: Seit zehn Jahren als Modechefin des Magazins tätig, Stylistin für Balanciaga und Liebling der Streetstyle-Fotografen - ihr Platz im Chefsessel ist eigentlich eine logische Konsequenz. Mit Spannung dürfen wir nun die erste Ausgabe unter ihrer Leitung erwarten, die sofort mit kritischen Augen unter die Lupe genommen wird.


Hier ein kleiner Rücklick auf ihre Editorials für die Vogue Paris und damit auch ein Ausblick auf die Zukunft des Magazins:





Bilder via models.com






Mittwoch, 5. Januar 2011

Der New Yorker an sich...

...ist gefühlt zwischen 18 und maximal 38 Jahren alt, läuft immer bei Rot über die Ampel, benutzt zum Kochen kein Salz oder andere Gewürze (aber Kochen ist ja eh Oldschool), geht morgens zum Yoga und abends zum Psychologen, nennt seinen Präsidenten liebevoll Bam, guckt jeden Sonntag Football, guckt jeden Montag Football, guckt jeden anderen Tag in der Woche Football, heizt noch mit Dampf (hurray, willkommen im 19. Jahrhundert), is(s)t entweder im Fitnesswahn oder äußerst ungesund, so oder so zählt er aber immer brav Kalorien (gezwungenermaßen, weil sie ja gleich neben dem Preis stehen), begrüßt dich anstelle von „hi“ oder „hey“ mit „how are u doing“, trägt auf dem Weg zum Office mörderische High-Heels oder feine Brogues, zieht die mörderischen High-Heels oder die feinen Brogues im Büro sofort aus und tapst auf Socken durch die Gegend (gesehen in einer Guerilla-Marketing-Agentur, die nicht näher erwähnt werden möchte), trinkt pro Tag mindestens 3 Starbucks Vanilla Latte mit Non-fat Milk und einem Extra Shot Espresso, hat für nichts wirklich Zeit und ist immer „to Go“, kennt Supermärkte nur von außen, Restaurants, Bars und Coffee-Shops aber umso besser von innen, hat niemals Bargeld, trinkt Wasser nur aus Britta-Filtern, braucht keine Mülltonnen (wozu auch, wenn es Bürgersteige gibt, auf denen man schwarze Plastikkunstwerke türmen kann), kennt Kaninchen wahlweise aus dem Fernsehen oder aus dem Zoo (Squirrels sind die unangefochtenen, städtischen Haustiere), bekommt beim Einkaufen immer gleich 2 Tüten (Umweltschutz – who cares?!), identifiziert andere New Yorker an ihrer Aussprache der ‚Houston Street‘, schaut niemals, niemals, nie zu den Skyscrapern hinauf (TOURI!!!), steht auf überdimensionale Comic-Luftballons zu Thanksgiving und mit Konfetti-gefüllte Bälle zu Silvester – allerdings aus sicherer Fernseh-Distanz, hat an Silvester jedoch noch nie eine Rakete gezündet und auch nur spärlich angestoßen (die Partybremsen: Alkohol und Raketen Verbot auf den Straßen NYCs), feiert selten länger als 4am (The City that never sleeps – except from 4am-6am, Gesetz ist Gesetz), ist umzingelt von Duane Reade, McDonald’s und Starbucks,  trinkt fluoriszierende Vitamin-Shakes aus den ebenso beliebten Vitamin-Shops (wer braucht denn Oma’s Äpfel?), weiß nicht, ob es oberhalb des Central Parks noch Zivilisation gibt, freut sich nun auch endlich über digitale Anzeigetafeln in der Subway ( hurray, willkommen im 21. Jahrhundert), versucht genau in diesem Moment ein Taxi zu bekommen…

3 faszinierende Monate in New York gehen zu Ende. Wir haben die New Yorker lieben, weniger lieben und, ja, sogar auch hassen gelernt. Diese Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. To be continued…
Eines steht aber jetzt schon fest: Die Stadt ist (ein) Extrem! Um nicht zu sagen DAS Extrem. Die Stadt verändert dich, aber du auch die Stadt. Und das Tag für Tag, stündlich, minütlich.

Und das Ende vom Lied?
Wir kommen wieder. Definitiv.

 
 
 
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